Aktuelle Projekte - Übersicht

  • Buch veröffentlichen
  • Deutschland ist in Bewegung - wo soll es hingehen?
  • 2015 - Gründung des Instituts für kulturbewusste Kommunikation KUBEKOM
  • Vorbereitung der Zwischenseminare 2018 in Boliven und Indien
  • Gastlandsveranstaltungen mit der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) in Bali und Kolumbien - Interkulturelle Kommunikation und -Zusammenarbeit in der Praxis

Buch veröffentlichen

Nach dem Schock von Leonel Brugs plötzlichem Ableben vor nun über drei Jahren, war die erste große Herausforderung, seine letzten Kommentare und Textbausteine zu bekommen und einzuarbeiten. Es folgte das Lektorat. Fons Trompenaars hat ein Vorwort beigetragen. Im Moment läuft die Suche nach einem geeigneten Verlag. Ich hoffe Ihnen bald schon Ergebnisse dazu verkünden zu dürfen. Wer das Buch vorbestellen möchte kann mir über das folgende Formular gerne eine E-Mail schreiben und wird dann umgehend informiert, wenn das Buch erhältlich ist.


Deutschland ist in Bewegung - wo soll es hingehen?

"Wir schaffen das"?

1. Gründe gibt es viele, aus manchen Ländern dieser Erde wegzugehen, oder gar fliehen zu müssen. Forscher prophezeien seit Langem, dass Deutschland die Fachkräfte ausgehen werden, weil diese sich zu großen Teilen in den Ruhestand verabschieden, ohne dass junge Fachkräfte nachkommen. Was müssten wir also schaffen, um das zu schaffen? Vielleicht schnell und gut ausbilden?!  

2. Wir, die Deutschen, sind in Deutschland zu Hause - oder wie ist die Argumentation? Was genau ist eigentlich "Deutsch-Sein"? Beim Versuch das zu definieren, gab es immer wieder folgenschwere Meinungsverschiedenheiten. Und immer wieder wurde mit dieser Frage das Recht auf Leben, auf Selbstverwirklichung und auf noch viele andere Aspekte verknüpft. Studien haben inzwischen gezeigt, dass Menschen, die besonders auf ihre Nationalität (egal welche) und andere von außen kommenden Identitätsangebote stolz sind (statt z.B. auf eigene Leistung), in ihrer Persönlichkeitsstruktur sehr häufig unter chronischen Angstzuständen leiden. Diese Ängste muss man ernst nehmen! Bei der Suche nach Argumenten, wer in diesem Land welche Rechte haben sollte, helfen sie jedoch nicht weiter. Wer diese Ängste versucht dafür zu nutzen die eigene Macht zu steigern, vermischt absichtlich oder aus Unwissenheit Dinge, die nicht zusammengehören. Auf Altgriechisch nannte man diese Aktivität "Durcheinanderwerfen", die auf griechisch diaballein heisst. Daher stammt die Bezeichnung Diabolo und diabolisch, was im Deutschen mit teuflisch übersetzt wird. In Wahlkämpfen und anderen politischen Debatten ist es deshalb sehr interessant, genau hinzuhören, welche Argumentationen (oder Parolen) verwendet werden. Deutsch kann man lernen und Ängste kann man abbauen, beides aber nur, wenn man den Willen dazu hat. Wer wissen möchte, wie Kulturen miteinander in Verbindung stehen, dem ist z.B. das kleine, sehr unterhaltsam zu lesende Büchlein von Ilja Trojanow und Ranjit Hoskoté Kampfabsage zu empfehlen. Die Angst vor der Islamisierung des Abendlandes, könnte damit ebenfalls kuriert werden.

3. Seit Jahrzehnten erwirtschaftet Deutschlands Industrie Milliarden D-Mark und Euro, indem es Güter in Deutschland und in Ländern mit niedrigeren Löhnen produziert und in andere Länder exportiert: Autos, Industrieanlagen, Waffen (die letzten Jahre zwischen Platz drei und vier der größten Waffenexporteure der Welt), u.A. Deutschland und Europa taktieren schon mindestens seit der Kolonialzeit sehr erfolgreich, um ihren Wohlstand zu steigern und Konkurrenten klein zu halten. In Zeiten der Globalisierung scheinen nun alle Menschen mobiler, flexibler, schneller zu werden, auch diejenigen, die nicht mitmachen durften, bei dem Rennen um den größten Wohlstand. Ursachenbekämpfung hieße endlich anzufangen, den Ländern eine Chance auf den Weltmärkten zu lassen. Das TTIP-Abkommen wäre vielleicht besser mit den vielen Ländern Afrikas zu schließen, als mit den USA und Canada. Das würde die Flüchtlingskrise wahrscheinlich nachhaltig stoppen.

Die Herausforderung so viele Menschen in Deutschland unterzubringen könnte eine Phase werden, in der Deutschland sich besser kennenlernt. Durch die Begegnung und den Umgang mit Menschen aus anderen soziokulturellen, historischen, biographischen und ethnischen Kontexten werden Fragen aufgeworfen, die man hierzulande sehr gut nutzen könnte; vielleicht für den Entwurf einer neuen, einer modernen, einer lernenden Gesellschaft.

Derzeit unterstützen wir Institutionen und Helferkreise dabei, die Ursachen, die Dynamik und die Systematik von kulturellen Unterschieden in den Blick zu bekommen. Das Phänomen der Vorurteile, des Rassismus und wie Begegnung allgemein unterschiedliche Phasen durchläuft, sind einige der Bestandteile der Fort- und Weiterbildungen von KUBEKOM (siehe nächste Spalte).


2015 - Gründung des Instituts für kulturbewusste Kommunikation

Was sehen Sie in unserem Logo? Wir haben natürlich lange über den Namen und das Design nachgedacht. Wir, das sind vier Menschen, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit zusammengetan haben: Zwei Frauen, zwei Männer, zwischen 30 und 62 Jahre alt, vier unterschiedliche Studiengänge, vier unterschiedliche Lebensläufe und Berufserfahrung.

Das Ziel:

  • Acht Augen sehen mehr, unterschiedliche Perspektiven machen Visionen und Wahrnehmungen realistischer - d.h. im Wortsinn tatsächlich näher an der Realität - als jede für sich alleine.
  • Als Institut können wir Auftraggebern größere Sicherheit und Flexibilität zugleich bieten, was Aufträge in der Tiefe der Materie, das Beherrschen von Fremdsprachen und die zeitlichen und geographischen Ressourcen anbelangt.
  • Gemeinsam gehen wir der kulturbewussten Kommunikation und -Kooperation tiefer auf den Grund und verfeinern die Methoden zu deren Vermittlung. So haben wir jetzt eine Vielfalt an Informations- und Schulungsveranstaltungen zusammengestellt, die unseren Auftraggebern eine optimale Beratung, Vorbereitung, Unterstützung und Weiterbildung bieten kann.

Mehr finden Sie auf der Website des KUBEKOM-Instituts:

www.kubekom.de


Zwischenseminare 2017 in Chile, Bolivien und Indien erfolgreich durchgeführt 

Vor 20 Jahren selbst zum ersten Mal für knapp 1,5 Jahre als Freiwilliger im Ausland gewesen, später ein zweites Mal, dann für ein Jahr, ist es eine Leidenschaft geworden, diese aufregende und prägende Zeit mit jungen und älteren Menschen zu gestalten. Seit vielen Jahren führen meine KUBEKOM-Kollegin Sibille Heller und ich Zwischenseminare in Bolivien durch. Juliane Kautzsch und Jona Jäger sind ebenfalls in diesem Bereich aktiv. Für verschiedene Organisationen führten und führen wir Zwischenseminare in verschiedenen Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens durch. Die Angebote der KUBEKOM-Zwischenseminare in Bolivien und Indien 2018 werden im Juli verschickt werden. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten und die Anmeldungen für Freiwillige bereits vormerken möchten, können Sie das gerne per Mail tun.

Als Lernprozessbegleiter mit dem Schwerpunkt der kulturbewussten Kommunikation, sind die Zwischen- und RückkehrerInnenseminare auch deshalb sehr interessant, weil man sich sehr gut ein Bild davon machen kann, welche Aspekte der Vorbereitungsmaßnahmen anwendbar waren und woran Begegnung, Verständigung und Zusammenarbeit oftmals scheitern. Jede neue Generation bringt immer wieder auch neue Verhaltensweisen, Stärken und blinde Flecken mit, auf die wir dann in den Schulungseinheiten eingehen können -

damit die Begegnung gelingt,

damit Menschen sich gegenseitig erzählen können,

wie man Dinge schafft,

was im Leben wichtig ist, und

warum die Welt und ihre Menschen vom eigenen Standpunkt aus auf ihre je eigene Weise wahrgenommen werden.


Gastlandveranstaltungen mit der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH) in Bali (November 2016) und Kolumbien (Februar 2017) - Interkulturelle Kommunikation und -Zusammenarbeit in der Praxis

Monate oder Jahre nach dem Interkulturellen Training gibt es bei diesen Veranstaltungen die Gelegenheit, die Umsetzung der hinzugewonnenen Kompetenzen in der Praxis zu reflektieren. Es reisen dafür die überwiegend deutschen Fachkräfte und ihre in den Einsatzländern einheimischen Kollegen und Vorgesetzten zu einem fünf-tägigen Treffen an. Zeit für Austausch, Zeit um Vertrauen aufzubauen und Zeit um unterschiedliche Wahrnehmungen, Überzeugungen, Konzepte und Perspektiven in der Zusammenarbeit voreinander verständlich zu machen. Über Unterschiede reden und dabei sehr oft Gemeinsamkeiten erkennen, ist ein sehr häufiger Verlauf dieses Prozesses zur Verständigung - und nicht selten auch zur Versöhnung. Am Ende wissen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr über sich selbst und ihre Kolleginnen und Kollegen und haben sich eine solide Basis für eine vertiefte und effektive  kulturbewusste Zusammenarbeit geschaffen.